Vorstellungsgespräch: So läuft es ab (+ Beispiele, Hinweise & Tipps)

Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, ist auf dem Weg zum neuen (Traum-)Job einen wichtigen Schritt weiter. Auf diese Aspekte kommt es dabei an.

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sorgt bei einem Bewerber meist für gemischte Gefühle: Zunächst ist da natürlich Freude, dass die eigenen Unterlagen offenbar auf großes Interesse beim möglichen Arbeitgeber gestoßen sind. Andererseits sorgt ein Bewerbungsgespräch bei den meisten Teilnehmern für mehr oder weniger große Aufregung – und häufig auch etwas Bauchschmerzen. Wir haben Tipps, wie Bewerber das oft gefürchtete Gespräch meistern – und welche Fehler sie dabei vermeiden sollten.

Vorlage / Muster: Bewerbungsvorlage 2017

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So läuft das Vorstellungsgespräch ab

Ein Vorstellungsgespräch bietet dem möglichen Arbeitgeber ebenso wie dem Kandidaten für die offene Stelle gleichermaßen die Chance, sich kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob es passen könnte. Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, kann dabei recht sicher sein, dass er mit seiner Bewerbung die fachlichen und formalen Voraussetzungen an die Stelle erfüllt – andernfalls wäre er nicht zum Kennenlern-Gespräch eingeladen worden.

Im Vorstellungsgespräch überprüft der mögliche Arbeitgeber, inwieweit das Bild, welches er bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen bekommen hat, mit der Realität übereinstimmt. Nicht zuletzt ist auch entscheidend, ob die Chemie zwischen Bewerber und Arbeitgeber stimmt. Wenn der Bewerber dem Chef schlicht unsympathisch ist, hat dieser trotz bester Qualifikationen in der Regel keine Chance, die Zusage für die Stelle zu bekommen – es „menschelt“ eben auch in Bewerbungsprozessen.

Vorstellungsgespräch

Der zeitliche Aspekt

Die meisten Vorstellungsgespräche laufen dabei nach einem bestimmten Muster ab. Auch in ihrer Länge ähneln sie sich meist. Wer sich vorab damit befasst, geht meist entspannter in das oft gefürchtete Gespräch.

Meist dauert ein Vorstellungsgespräch etwa 45 Minuten. Meist dauern diese Gespräche noch etwas länger, wenn es sich um einen wichtigen Posten handelt. Dann steht entsprechend für die Verantwortlichen mehr auf dem Spiel und umso kritischer muss der mögliche neue Mitarbeiter geprüft werden.

Geht es hingegen um einen Ausbildungsplatz, kann das Gespräch auch sehr viel kürzer dauern, ohne dass das etwas über den Verlauf des Kennenlernens aussagen würde.

Es kommt dabei auch immer auf den Arbeitgeber an. Wenn ein Vorstellungsgespräch, bei dem es um einen Job geht, dabei weniger als eine halbe Stunde dauert, ist das jedoch oft kein gutes Zeichen – sondern eher ein Hinweis darauf, dass der Kandidat entweder nichts zu sagen hatte oder Chef und Personaler keinen Sinn mehr darin gesehen haben, noch mehr Fragen zu stellen, weil der Kandidat ohnehin aus dem Rennen ist.

Auch mehrere Auswahlrunden sind nicht selten, gerade bei begehrten Positionen. Dann kann es auch sein, dass ein positives Vorstellungsgespräch „nur“ zum nächsten Bewerbungsgespräch – oft mit höherrangigen Vorgesetzten – führt, weil im ersten Gespräch lediglich die Vorauswahl getroffen wurde.

Der inhaltliche Aspekt und Phasen des Bewerbungsgesprächs

So wie sich die Dauer des Bewerbungsgesprächs meist über Branchen hinweg ähnelt, haben die meisten Vorstellungsgespräche auch einen roten Faden, der sich durch das Gespräch zieht. Er erstreckt sich über mehrere Phasen des Gesprächs, die meist in derselben oder ähnlichen Reihenfolge anstehen.

Zu Beginn des Gesprächs geht es um die Begrüßung. Entweder wird der Bewerber zu diesem Zeitpunkt in einen Raum geleitet, in dem die Gesprächspartner schon warten, oder er wartet selbst bereits im Gesprächszimmer, wenn diese eintreffen. So oder so: Zur Begrüßung sollte der Bewerber in jedem Fall aufstehen. Das gebietet die Höflichkeit seinen Gesprächspartnern gegenüber.

Es folgt ein Handschlag, der meist vom potenziellen Chef ausgeht. Beide Seiten stellen sich mit Namen vor. Beim Händeschütteln ist darauf zu achten, dass der Händedruck nicht zu lasch ausfällt. Das macht meist keinen guten Eindruck. Auch Blickkontakt ist wichtig.

Es folgt eine kurze Phase des Smalltalks. Diese Phase unterschätzen viele Bewerber. Dabei ist es nicht selten ein Bauchgefühl, das am Ende darüber (mit-)entscheidet, welcher Bewerber den Zuschlag für die Stelle bekommt und welcher leer ausgeht. Hierfür ist die zwischenmenschliche Ebene entscheidend, über die auch die Smalltalk-Phase mitentscheidet. Viele Personaler geben an, dass sie bereits in den ersten Minuten entscheidende Eindrücke für die spätere Entscheidung bekommen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Bewerber auch bereits in dieser noch eher unverfänglichen Phase sympathisch und professionell gleichermaßen auftritt – für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Manche Kandidaten sind jedoch so aufgeregt, dass sie die Fragen ihrer Gegenüber nur kurz und bündig beantworten. In der Regel leiten Arbeitgeber oder Personaler das Gespräch mit Fragen wie diesen ein: „Haben Sie gut zu uns gefunden?“, „Hatten Sie eine unkomplizierte Anreise?“ oder mit einer sonstigen Frage oder Bemerkung, die sich aus der Situation heraus ergibt.

Es lohnt sich, nicht nur „Ja, danke“ zu antworten, sondern, falls möglich, noch etwas ausführlicher zu antworten – wenn es sich anbietet und Sinn macht. Falls es der Bewerber mit einer Bemerkung schafft, den Personaler oder Chef zum Lachen zu bringen, ist das ein zusätzlicher Pluspunkt – dann ist das Eis schon einmal gebrochen. Eine gute Voraussetzung für den weiteren Gesprächsverlauf.

Wer in den ersten Minuten Sympathiepunkte gewinnen konnte, der profitiert davon oft selbst dann, wenn er später im Gespräch einmal ins Stocken kommen sollte. Häufig werden seine Antworten von Arbeitgeber oder Personaler dann grundsätzlich wohlwollender aufgenommen – ein enormer Vorteil, der nicht unterschätzt werden sollte.

Wenn das vermeintlich harmlose Anfangsgeplänkel vorüber ist, geht es an das eigentliche Gespräch. Nun steht der Bewerber voll und ganz im Mittelpunkt. Manchmal wird diese Phase eingeleitet, indem der mögliche künftige Arbeitgeber oder der Personaler etwas zum Job und zum Unternehmen erzählen. Dieser Verlauf ist so individuell wie auch die Personen, die dem Gespräch beiwohnen.

Möglicherweise erläutert das Gegenüber auch seine Vorstellungen an den künftigen Mitarbeiter. Spätestens danach steht jedoch der Bewerber im Fokus. Die Entscheidungsträger im Unternehmen prüfen, ob der Kandidat seinen Bewerbungsunterlagen standhält. Spätestens an dieser Stelle fällt auf, wenn der Bewerber sich in ein besseres Licht gerückt haben sollte oder seine Angaben nicht ganz der Wahrheit entsprechen.

Es ist auch der Teil des Bewerbungsgesprächs, in dem dem Bewerber oft eine ganze Reihe von Fragen gestellt werden. Welche Fragen beliebt sind und welche Fangfragen möglicherweise auf den Kandidaten warten, wird im nächsten Abschnitt erläutert. Oft wird die Fragerunde an den Kandidaten eingeläutet, indem dieser gebeten wird, etwas über seine Person und den eigenen Werdegang zu erzählen. Das Ergebnis ähnelt dann einer Kurzpräsentation über die eigene Person.

Nach den Fragen an den Bewerber ist Zeit für Fragen des Kandidaten an den möglichen Arbeitgeber. Oft fragen Personaler oder Chef an dieser Stelle: „Haben Sie noch Fragen?“ Diese Chance sollte unbedingt genutzt werden. Hier ist eine gründliche Vorbereitung unerlässlich, denn in ihrer Aufregung können einige Kandidaten nicht klar denken.

Es mag verlockend erscheinen, auf diese Frage „Nein“ zu antworten – um das Gespräch so zu beenden und der leidigen Situation entfliehen zu können. Dies macht jedoch gar keinen guten Eindruck. So zeigt sich der Bewerber uninteressiert und schmälert seine Chancen auf die Stelle damit enorm.

Rückfragen zeigen nicht nur Interesse, sondern mit ihnen lassen sich auch vorhandene eigene Kenntnisse demonstrieren. Indem ein Bewerber auf eigenes Wissen – etwa über das Unternehmen oder den Job – zurückgreift, stellt er unter Beweis, dass er seine Hausaufgaben vor dem Gespräch erledigt hat.

In diesem Teil des Gesprächs liegt deshalb eine große Chance für den Bewerber, sich als kluger und mitdenkender Kandidat darzustellen. Außerdem können so relevante Aspekte geklärt werden, über die sich der Bewerber bislang nicht im Klaren war – und bei gründlicher Überlegung gibt es meist viele Punkte, die einen Kandidaten zu diesem Zeitpunkt interessieren.

Noch dazu kann ein Kandidat, der bei den Fragen an ihn eher nervös und schüchtern herübergekommen ist, spätestens jetzt auftauen: Er selbst steht schließlich nicht mehr im Mittelpunkt der Fragen, das „Verhör“ ist vorbei. Mit intelligenten Rückfragen kann er nicht zuletzt auf zwischenmenschlicher Ebene punkten, wenn er sein Selbstbewusstsein zurückerlangt. Welche Fragen der Kandidat an dieser Stelle stellen könnte, wird weiter unten erläutert.

Aber Vorsicht: Zwar heißt es, es gebe keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Das stimmt in diesem Fall allerdings nur bedingt. Wer etwas erfragt, das ihm sein Gesprächspartner fünf Minuten früher noch lang und breit erklärt hat, macht sich damit nicht beliebt. Auch Informationen, die die Entscheidungsträger bei jedem Kandidaten in diesem Stadium des Bewerbungsprozesses voraussetzen, sollten besser später auf anderem Weg in Erfahrung gebracht werden.

Wenn es auf beiden Seiten keine Fragen mehr gibt, ist der Kern des Gesprächs vorbei. Zum Abschluss erläutern die Verantwortlichen der Firma meist das weitere Vorgehen. Falls es eine zweite Runde von Gesprächen oder anderen Auswahltests gibt, wird nun meistens erklärt, in welchem Zeitraum diese stattfinden beziehungsweise wann entschieden wird, welche Kandidaten dazu eingeladen werden.

Oft gehen Personaler und Arbeitgeber sogar relativ transparent vor – und erklären beispielsweise, wie viele Kandidaten noch im Rennen sind (wenn es nicht mehr viele sind) oder wie viele noch einmal eingeladen werden. Auch ein Zeitfenster für die endgültige Entscheidung über die Jobvergabe wird meist genannt.

Danach geht es an die Verabschiedung. Beide Seiten bedanken sich für das Gespräch und geben sich zum Abschluss die Hand. Es macht immer einen guten Eindruck, wenn der Kandidat alle Gesprächspartner namentlich verabschiedet.

Diese Fragen sind in Vorstellungsgesprächen beliebt

Im Vorstellungsgespräch werden Erfahrungen, Qualifikationen und insbesondere die Persönlichkeit des Bewerbers genauer unter die Lupe genommen. Dazu stellen die Entscheidungsträger des Unternehmens oft eine ganze Reihe von Fragen – oft zum Leid der Bewerber, vor allem, wenn es sich um schwierige Fragen oder Fangfragen handelt.

Welche Fragen im Verlauf eines Bewerbungsgesprächs genau gestellt werden, ist ganz unterschiedlich. Bestimmte Aspekte werden aber in den allermeisten Gesprächen irgendwann auf den Tisch kommen. Es lohnt sich deshalb, sich schon vorher Antworten auf entsprechende Fragen zurechtgelegt zu haben. So verlieren die Fragen für den Bewerber ihren Schrecken.

Ganz bestimmt gefragt wird der Kandidat beispielsweise, warum er an diesem bestimmten Job interessiert ist. Ebenfalls in diese Richtung geht die übliche Frage, warum der Bewerber bei dieser Firma tätig werden möchte.

Der Bewerber sollte sich auch darauf einstellen, dass er nach seiner eigenen Eignung für die Stelle gefragt wird. „Warum halten Sie sich für den geeigneten Kandidaten?“ könnte die Frage dann etwa lauten, oder auch: „Warum sollten wir Sie einstellen?“ Hier ist es wichtig, dass der Kandidat selbstbewusst auftritt und in Ruhe seine Stärken darlegt. Ähnlich wie im Anschreiben der Bewerbung kann der Bewerber hier ruhig etwas ausholen – und seine vermeintlichen Pluspunkte mit Beispielen untermauern und für Personaler und Arbeitgeber plausibel machen.

Viele Personaler fragen im Bewerbungsgespräch direkt nach den Stärken des Bewerbers. Auch Schwächen können abgefragt werden. Hier ist es ganz besonders wichtig, eine Antwort parat zu haben, um nicht ins Stottern zu geraten. Es sollte weder eine tatsächliche, gravierende Schwäche gewählt werden („Ich kann nicht vor Publikum sprechen“ ist wohl die falsche Antwort für einen angehenden Professor), noch ein Attribut gewählt werden, das eigentlich einen Pluspunkt darstellt.

Beispiele für Letzteres wären etwa „Ich bin zu perfektionistisch“ und „Ich bin ein Workaholic“. Beides sind in Wahrheit Stärken – zumindest aus Sicht des möglichen Arbeitgebers. Personaler kennen solche Pseudo-Schwächen längst in- und auswendig – und fühlen sich bei einer solchen Antwort in der Regel nicht ganz ernst genommen. Der Bewerber sollte deshalb eine echte Schwäche wählen – allerdings eine vergleichsweise harmlose. Sinnvoll ist es, sich im selben Atemzug als jemand zu zeigen, der das Problem erkannt hat und bereits mit dessen Beseitigung beschäftigt ist.

„Vor vielen Menschen sprechen“ kann durchaus eine Schwäche für jemanden sein, der dies im Arbeitsalltag nicht allzu oft tun muss – und „Ich habe einen Rhetorikkurs“ belegt eine gute Strategie, um diesem Problem zu begegnen.

Auch kritische Rückfragen sind in Bewerbungsgesprächen an der Tagesordnung. Nicht zuletzt soll der Kandidat damit aus der Reserve gelockt werden. Die Gesprächspartner testen auf diese Weise häufig auch, wie der Bewerber unter Stress reagiert – und ob er auch dann gelassen bleiben kann.

Fragen können sich etwa auf mangelnde berufliche Erfahrung beziehen oder auf eine längere Lücke im Lebenslauf. Der Kandidat kann gefragt werden, wie andere ihn in aller Kürze beschreiben würden oder was sein erstes Ziel wäre, wenn er den gewünschten Job bekommen sollte.

Auch Fragen zum letzten Job sind üblich. Wenn dem Bewerber gekündigt worden ist, will der Personaler vermutlich wissen, warum. Auch wenn sich ein Kandidat aus einer ungekündigten Position heraus bewirbt, ist das Motiv hierfür für den möglichen künftigen Arbeitgeber von Interesse.

Weitere mögliche Fragen im Bewerbungsgespräch könnten lauten:

  • Was haben Sie, was andere Kandidaten nicht haben?
  • Wie passt Ihre Erfahrung zur offenen Stelle?
  • Warum sind Sie besonders geeignet für die Position?
  • Mit welchen Programmen haben Sie schon gearbeitet?
  • Was erwarten Sie von dieser Stelle?
  • In welcher Umgebung sind Sie besonders produktiv?
  • Welche Ziele verbinden Sie mit Ihrer Arbeit?
  • Wie gehen Sie mit Konflikten um?
  • Wie reagieren Sie auf Kritik?

Viele Bewerber fürchten sich vor allem vor Fragen, die sie in Bedrängnis bringen könnten und auf die ihnen eine Antwort schwerfällt. Nicht immer sind solche Fragen Bestandteil eines Bewerbungsgesprächs, aber es schadet nicht, auch auf „fiese“ Fragen vorbereitet zu sein.

So könnte der Kandidat möglicherweise gefragt werden, wie er seinen Mangel an praktischer Erfahrung wettmachen möchte. Auch Fragen nach Lücken im Lebenslauf sind für viele Kandidaten unangenehm – insbesondere, wenn sie in dieser Zeit arbeitslos waren und sich nicht weitergebildet oder eine Weltreise gemacht haben. Auch die Frage, was die Firma besser machen könnte, ist ein zweischneidiges Schwert. Anregungen sind den meisten Unternehmen immer willkommen, fundamentale Kritik meist jedoch nicht.

Ebenfalls unbeliebt sind Fragen nach eigenen Fehlern, der Rolle von Geld oder Wissens- beziehungsweise Rechenfragen, auf die der Kandidat nicht vorbereitet ist.

Manche unangenehmen Fragen sind aber auch schlicht unzulässig. Dazu gehören etwa Fragen zur Familienplanung, zur sexuellen Neigung oder zum Gesundheitszustand. Diese Fragen müssen nicht beantwortet werden; falls sich der Kandidat doch zu einer Antwort entschließt, ist auch Flunkern hier erlaubt. Ebenso verhält es sich mit Fragen zu Religion und Parteizugehörigkeit oder der Zugehörigkeit zu Gewerkschaften. Ganz allgemein haben auch Fragen zum Privatleben im Vorstellungsgespräch nichts verloren.

Wer im Vorstellungsgespräch mit einer solchen Frage konfrontiert wird, kann sich sachlich weigern, diese zu beantworten, oder eine Antwort geben, die nicht der Wahrheit entsprechen muss. Zwar ist es für die Atmosphäre des Gesprächs unter Umständen nicht allzu förderlich, den Personaler unumwunden auf eine unzulässige Frage anzusprechen. Sollte dieser jedoch gleich mehrere indiskrete oder unverschämte Fragen stellen, sollte sich der Bewerber fragen, ob er für dieses Unternehmen überhaupt tätig werden möchte. Nicht zuletzt sorgt ein entschiedenes Auftreten – und dazu kann das Zurückweisen einer unpassenden oder unsachlichen Frage gehören – für Respekt beim Gegenüber sorgen.

Intelligente Fragen stellen – mit Beispielen

Dass es eine gute Idee ist, im Bewerbungsgespräch einige Rückfragen zu stellen, haben wir ja schon deutlich gemacht. Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld des Gesprächs Fragen zu überlegen. Dies macht besonders bei Kandidaten Sinn, die während des Gesprächs mit Nervosität zu kämpfen haben. Es könnte sonst sein, dass ihnen im entscheidenden Moment nichts einfällt oder sie wichtige Punkte vergessen, wenn sie an der Reihe sind, Fragen zu stellen. Diese vorab formulierten Fragen können selbstverständlich mit ins Gespräch genommen werden.

Mögliche Punkte, die nun geklärt werden können, sind etwa Details zum Job. Was genau gehört zu den Tätigkeiten? Wie sieht der typische Arbeitsablauf aus, wie verläuft ein typischer Tag?

Auch Erwartungen des Chefs an den Mitarbeiter können ganz gezielt erfragt werden – so weiß der Kandidat, was ihn (möglicherweise) im neuen Job erwartet.

Es können auch tiefergehende Fragen zum Unternehmen und dessen Tätigkeitsfeld gestellt werden.

Der Kandidat sollte sich klarmachen, dass ein Bewerbungsgespräch immer für zwei Seiten aufschlussreich ist. So kann es sein, dass der Kandidat feststellt, dass ihm der Chef unsympathisch ist oder dass er andere Vorstellungen von dem Job hatte. Auch deshalb sollte die Chance für Rückfragen unbedingt genutzt werden.

Diese oder ähnliche Fragen könnte ein Bewerber im Vorstellungsgespräch stellen:

  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
  • Wer ist mein direkter Ansprechpartner?
  • In welcher Form findet eine Einarbeitung statt?
  • Wie groß ist das unmittelbare Team, in dem ich arbeiten würde?
  • Handelt es sich um eine neu geschaffene Stelle?
  • Was sind die Ziele, die das Unternehmen mit dieser Stelle verknüpft?
  • Was sind die wichtigsten Eigenschaften des Mitarbeiters, den Sie einstellen wollen?
  • Gibt es abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, etwa in Form von speziellen Projekten?
  • Sind Geschäftsreisen vorgesehen, und falls ja, in welchem Umfang und in welcher Regelmäßigkeit?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an?

Vorstellungsgespräch: Vorbereitung ist alles

Die meisten Bewerber sind vor einem Vorstellungsgespräch nervös. Selbst wenn sie bereits einige Erfahrung mit solchen Gesprächen haben sollten – ganz egal ist einem eine solche Situation nie, denn schließlich geht es um etwas, nämlich den ersehnten Job.

Es ist jedoch gar keine schlechte Idee, sich auch auf Stellen zu bewerben, an denen man gar kein definitives Interesse hat. Ein dazugehöriges Bewerbungsgespräch kann als Übung gesehen werden. Ebenso ist es mit Stellen, für die sich der Interessent bestenfalls mittelmäßige Chancen einräumt – etwa aufgrund eines Mangels an Erfahrungen.

Wie das Bewerbungsgespräch verläuft, hängt entscheidend von der Vorbereitung des Kandidaten ab. Wer gut informiert ist, sich auf mögliche Fragen vorbereitet hat und selbst eine Reihe von Fragen an das Unternehmen erarbeitet hat, geht meist wesentlich gelassener ins Gespräch – und strahlt das dann meist auch aus. Er kann selbstbewusster auftreten und erhöht damit seine Chancen auf die gewünschte Stelle.

Zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch gehört in jedem Fall, sich gründlich über das betreffende Unternehmen zu informieren. In welchem Bereich ist dieses tätig, wie ist sein Ruf, und in welchen anderen Ländern gibt es Niederlassungen? Diese Kenntnisse helfen nicht nur bei der Formulierung von eigenen Fragen, sondern könnten auch vom Kandidaten abgefragt werden.

Fragen und „fiese“ Fragen wirken weniger bedrohlich, wenn sich der Kandidat darauf schon Antworten zurechtgelegt hat. Dies gilt insbesondere für Bewerber, die wenig schlagfertig und spontan sind. Ihnen gibt es wichtige Sicherheit, sich mit möglichen Fragestellungen schon vor dem Gespräch beschäftigt zu haben.

Die Wahl der richtigen Kleidung für das Vorstellungsgespräch

Bewerber sollten sich ebenso in aller Ruhe überlegen, was sie selbst im Gespräch erfahren möchten. Die Fragen können sich nach dem Job, dem Unternehmen oder den Anforderungen der Firma richten (siehe Beispiele weiter oben).

Auch der Zeitpunkt des Gesprächs liegt oft ein Stück weit in der Hand des Kandidaten. Nicht selten werden dem Bewerber mehrere Termine vorgeschlagen. Hier kann der Interessent subtile Tricks anwenden. Es ist zum Beispiel tendenziell wenig sinnvoll, an einem Montagmorgen um 9 Uhr ein Gespräch zu haben – ebenso wenig am Freitagnachmittag, 14 Uhr, wenn schon das Wochenende naht und die Gesprächspartner von der zurückliegenden Woche ermüdet sind. Besser ist es am Vormittag unter der Woche, etwa Mittwoch oder Donnerstag.

Es schadet auch nicht, wenn vor einem selbst bereits andere Kandidaten zum Gespräch da waren. Zwar haben Personaler und Chef zu Beginn noch keinen Vergleich, jedoch bleiben oft diejenigen Kandidaten am meisten im Gedächtnis, die zuletzt da waren. Diesen Vorteil kann der Bewerber nutzen, soweit er es beeinflussen kann. Aber keine Angst: Ein überzeugendes Bewerbungsgespräch kann auch am Montagmorgen um 8 Uhr als allererster Kandidat stattfinden!

Vorbereiten kann sich der Kandidat auch auf sein eigenes Auftreten – mit der Wahl seiner Kleidung. Wichtig ist ein professionelles Auftreten – in einem Outfit, in dem sich der Kandidat jedoch auch noch wohl fühlt. Wer sich bei einer großen Firma bewirbt, sollte sicherlich kaum den Jogging-Anzug wählen, nur weil er sich darin wohl fühlt. Genauso wenig ist jedoch in den meisten Fällen ein vollständiger Anzug notwendig, weder für Männer, noch für Frauen. Ein Blazer oder Hemd, kombiniert mit einer eleganten Jeans, ist oft ganz genauso passend.

Wer sich in seiner Haut richtig wohl fühlt, strahlt das auch aus – und kann umso selbstsicherer auftreten.

Pünktlichkeit ist wichtig

Nicht zuletzt ist Pünktlichkeit vor dem Gespräch das A und O. Bewerber sollten ausreichend Zeit einplanen, um zum Gesprächsort zu gelangen. Es ist besser, eine halbe Stunde im Foyer warten zu müssen (trotz Nervosität!), als sich den ganzen Weg über zu sorgen, ob man es noch pünktlich schafft. Und seien wir ehrlich: Unpünktlichkeit ist ganz gewiss nicht der beste Start ins Vorstellungsgespräch. Hier sammelt der Bewerber ohne Not Minuspunkte. Und wenn es doch einmal passiert, ist der Kandidat gut beraten, so früh wie möglich bei der Firma Bescheid zu sagen – und sich entsprechend zu entschuldigen.

Zum Gespräch sollten Kandidaten auch in jedem Fall ihre Bewerbungsunterlagen mitnehmen. Gerade, wer mehrere Bewerbungen an unterschiedliche Firmen verschickt hat, vergisst leicht, was er im jeweiligen Anschreiben geschrieben hat oder welche Informationen das Unternehmen durch die Bewerbung bereits erhalten hat und welche nicht. Es macht immer einen guten Eindruck, die eigene Bewerbung ausgedruckt in einer ordentlichen Mappe dabeizuhaben. Während des Gesprächs können diese Unterlagen dann herausgeholt werden. Das erleichtert auch die Antwort bei Rückfragen des Personalers, etwa zum Lebenslauf.

So meistern Kandidaten das Bewerbungsgespräch – weitere Tipps

Neben guter Vorbereitung, inklusive dem Sammeln von Informationen über die Firma, dem Auseinandersetzen mit möglichen Fragen und dem Formulieren eigener Fragen, sind auch andere Aspekte entscheidend, um ein Vorstellungsgespräch zu meistern.

Selbstbewusst auftreten

Ein wichtiger Punkt ist das eigene Auftreten. Das beginnt mit der Wahl einer passenden, professionellen Kleidung, in der sich der Bewerber aber dennoch wohl fühlt. Das professionellste Outfit macht keinen Sinn, wenn sich der Kandidat jede Sekunde des Gesprächs unwohl fühlt. Ein gutes Outfit ist eines, das dem Bewerber zu mehr Selbstbewusstsein verhilft und zu seiner Persönlichkeit passt.

Wer sich gut gekleidet fühlt, verhält sich meist auch entsprechend – genauso verhält es sich umgekehrt. Wer sich einmal vorstellt, in Jogginghose und Schlabbershirt vor dem möglichen Chef zu sitzen, weiß, was gemeint ist. Nur wenigen würde es wohl gelingen, in einem solchen Aufzug noch erfolgreich für sich und ihre Stärken zu werben.

Auch Mimik und Gestik spielen eine wichtige Rolle, wenn es um selbstbewusstes Auftreten geht. Wer Blickkontakt mit seinem Gegenüber sucht, wirkt ganz anders als jemand, der stets betreten zu Boden schaut. Weil so viele Positionen letztlich auch aufgrund eines Bauchgefühls und der Sympathie von Personaler und Arbeitgeber dem Kandidaten gegenüber besetzt werden, hilft es auch, sympathisch aufzutreten. Dazu zählt ein (nicht übertriebenes) Lächeln dann und wann.

Auch, wer die Hände unterstützend zum Reden dazu nimmt, wirkt häufig selbstbewusst. Allzu selbstbewusst sollten Kandidaten jedoch auch nicht auftreten – und ihr Gegenüber beispielsweise nicht permanent anstarren. Das hätte nicht den gewünschten Effekt.

Ein subtiler Trick, um Sympathiepunkte beim Gegenüber zu gewinnen, liegt zudem darin, diesen (unauffällig!) in Mimik und Gestik zu imitieren. Vielen Menschen passiert dies ganz automatisch; man schlägt ebenso die Beine übereinander oder verwendet gar dieselben Worte. Diese „Mimikry“ kann enorm helfen, die Sympathie des Gesprächspartners zu gewinnen.

Aber Vorsicht: Das eigene Verhalten sollte keinesfalls gekünstelt wirken oder die Nachahmungsversuche gar auffallen. Dann würde der erhoffte positive Effekt schnell verpuffen.

Aufgeregt? Besser offen ansprechen

Es ist normal, vor einem wichtigen Bewerbungsgespräch nervös zu sein. Das geht anderen Bewerbern auch so. Bei manchen verfliegt die Nervosität, sobald das eigentliche Gespräch beginnt. Andere sind auch währenddessen noch sehr angespannt – mit oft gravierenden Folgen. So kann es besonders aufgeregten Kandidaten passieren, dass sie eine Art Blackout haben und nicht mehr klar denken können.

Sie merken dann vielleicht, dass sie nur halb zuhören – und die Frage auch nicht richtig verstanden haben. Ebenso kann es passieren, dass der Kopf einfach leer bleibt und das Hirn keine passende Antwort formulieren will. Beides ist unangenehm. Die Ursache ist aber in aller Regel nicht, dass der Kandidat nichts zu sagen hat, sondern dass er in dieser Situation gerade sehr unter Druck steht.

Wer in eine solche Situation gerät, fährt meist besser damit, die eigene Nervosität ganz offen anzusprechen. So kann der Kandidat beispielsweise sagen: „Entschuldigung, könnten Sie die Frage bitte noch einmal wiederholen? Ich bin gerade sehr nervös.“ Ein guter Personaler reagiert entsprechend und sorgt im besten Fall dafür, dass sich die Aufgeregtheit des Kandidaten etwas verflüchtigt und sich dieser wohler fühlt. In jedem Fall ist es besser, diesen Umstand anzusprechen – damit der potenzielle Arbeitgeber und der Personaler nicht denken, man habe nichts zu sagen.

Wer sich als jemand kennt, der in solchen Situationen zu großer Aufregung neigt, der kann auch im Vorfeld an seiner Nervosität arbeiten. So kann es hilfreich sein, mit Freunden oder der Familie ein Vorstellungsgespräch zu üben – möglichst ernsthaft natürlich. Die Familie kann dann auch knifflige Fragen stellen, die den Kandidaten im eigentlichen Gespräch in Bedrängnis bringen könnten. Oft fühlten sich Bewerber gelassener, wenn sie einen oder mehrere Übungsdurchläufe hatten.

Den anderen reden lassen

Viele Menschen hören sich gerne reden. Das gilt auch im Vorstellungsgespräch. Zumal: Wenn der andere redet, kann man sich selbst nicht mit einer holprigen Antwort um Kopf und Kragen – und letztlich den Job – reden! Es ist deshalb sinnvoll, den Redeanteil des Gegenübers im Bewerbungsgespräch, soweit möglich, zu erhöhen.

Das kann zum Beispiel mit gezielten Nachfragen geschehen, die zu ausführlicheren Antworten anregen. Ja/Nein-Fragen eignen sich hingegen nicht sonderlich gut, es sei denn, es handelt sich um einen sehr redefreudigen potenziellen Chef oder Personaler.

Aber Vorsicht: Das soll nicht bedeuten, dass der Bewerber allzu einsilbig sein sollte. Wenn er etwas gefragt wird, sollte er entsprechend in ausreichender Ausführlichkeit antworten. Wer sich hingegen verschließt, schmälert seine Chancen auf die ersehnte Stelle ganz sicher.

Ein weiterer Tipp in diesem Zusammenhang: Lassen Sie den anderen ausreden! Es ist sehr unhöflich, einen Gesprächspartner zu unterbrechen – selbst wenn der Bewerber meint, die Frage bereits zu erahnen.

Den Bezug zum Unternehmen auch im Vorstellungsgespräch nicht vergessen

Natürlich, man ist der geeignete Kandidat für die offene Stelle. Warum das so ist, beschreibt man lang und breit. Viele Bewerber vergessen aber, auch ausreichend Bezug auf den potenziellen neuen Arbeitgeber zu nehmen.

Im Vorstellungsgespräch ist es wichtig, deutlich zu machen, dass man mit der Tätigkeit der Firma vertraut ist. Das ist etwa möglich durch intelligente Rückfragen, bei denen man wie nebenbei deutlich macht, was man alles über das Unternehmen weiß. Auch sollte man ausreichend darlegen, warum man gerade für diesen Arbeitgeber tätig werden möchte. Viele Bewerber vergessen dies leicht (ähnlich wie im Anschreiben, wo dieser Punkt ebenfalls essenziell ist).

Nicht gleich darauf losplappern

Gerade aufgeregte Kandidaten neigen dazu, nach einer Frage sofort mit der Antwort loszulegen. Das Ergebnis ist oft eine wenig strukturierte Antwort – der Gefragte fängt schon an, zu sprechen, wenn er selbst noch gar nicht weiß, was er eigentlich sagen möchte.

Zwar sollten Kandidaten nicht in minutenlangem Schweigen überlegen, was sie erwidern möchten. Einen kurzen Augenblick können und sollten sie jedoch schon nachdenken, um eine überzeugende Antwort zu geben.

Nicht schlecht über andere reden

Warum man den aktuellen Job nicht mehr ausführen möchte oder warum man vom letzten Arbeitgeber gekündigt worden ist, ist für einen möglichen neuen Arbeitgeber von großem Interesse. Entsprechend sollten sich Bewerber auf dahingehende Fragen im Bewerbungsgespräch einstellen.

Wer gekündigt wurde oder vom aktuellen Arbeitgeber weg möchte, verbindet mit diesem ehemaligen Arbeitgeber nicht selten negative Gefühle. Bewerber sollten sich jedoch davor hüten, schlecht über einen ehemaligen Arbeitgeber zu reden – selbst, wenn die Kritik berechtigt sein sollte. Wer in deren Abwesenheit schlecht über andere spricht, offenbart damit keinen guten Charakterzug. Das kommt meist auch im Vorstellungsgespräch nicht gut an – zumal Personaler und Chef die Kritik meist nicht nachvollziehen können, weil sie nur den Bewerber persönlich kennen.

Nach dem Vorstellungsgespräch

Das Gespräch neigt sich dem Ende, es lief vielleicht sogar ganz gut – jetzt geht es ans Händeschütteln und verabschieden. Wenn Bewerber das Zimmer verlassen, in dem das Vorstellungsgespräch stattgefunden hat, fällt von vielen eine große Last ab. Endlich geschafft!

Es ist richtig, der wichtigste Test im Rennen um den Job liegt jetzt hinter dem Kandidaten. Das ist jedoch kein Grund, sich auf die faule Haut zu legen. Der Bewerber kann auch nach dem Gespräch noch etwas Einfluss auf seine Chancen um die gewünschte Stelle nehmen.

Das kann in Form eines Dankschreibens geschehen. Wer eine individuelle E-Mail schreibt, kann sich beim Personaler noch einmal in Erinnerung rufen – und deutlich machen, wie sehr er diesen Job haben möchte. Das kann in Form einer kurzen Mitteilung geschehen, in der sich der Bewerber noch einmal für das freundliche Gespräch bedankt und sein Interesse an der Mitarbeit im Unternehmen bekräftigt.

Damit das Dankschreiben gut ankommt, sollte es unbedingt individuell verfasst sein. Andernfalls wirkt es leicht, als habe der Bewerber ein Massen-Dankschreiben aufgesetzt – mit entsprechend geringerem Effekt auf die Entscheidungsträger in der Firma.

Der richtige Zeitpunkt, um ein Dankschreiben zu verschicken, ist ein bis zwei Tage nach dem Vorstellungsgespräch. Wer länger wartet, riskiert, dass die personelle Entscheidung im Unternehmen über die Besetzung der Stelle schon gefallen ist. Außerdem ist die Erinnerung der Gesprächsteilnehmer an den Bewerber kurz nach dem Gespräch noch groß.

Allzu sehr sollte der Bewerber dem gewünschten Arbeitgeber jedoch nicht schmeicheln. Komplimente sollten glaubhaft wirken. Auch übertriebenes Selbstbewusstsein ist hier fehl am Platz („Wie Sie sehen konnten, bin ich der richtige Bewerber!“).

Ein Dankschreiben ist zudem vergleichsweise kurz. Der Absender spricht den Adressaten persönlich an, dankt ihm noch einmal für das Gespräch und verweist dann mit kurzen Beispielen auf das Gespräch – etwa, indem er interessante Einsichten erwähnt, die er im Verlauf des Gesprächs gewonnen hat. Dann bekräftigt der Kandidat sein Interesse an der Stelle und verabschiedet sich.