Wie schreibe ich einen Lebenslauf?

Egal ob Schulwechsel, Bewerbung für ein Studium oder Bewerbung um eine Ausbildung oder einen Job – in der Regel kommt jeder im Laufe seines Lebens einmal bei der Frage „Wie schreibe ich einen Lebenslauf?“ an. Dieser Beitrag befasst sich vor allem mit dem grundsätzlichen Vorgehen beim Schreiben eines Lebenslaufs und soll die nachfolgenden Fragen beantworten:

  • Was muss ich tun, bevor ich mit dem Schreiben beginnen kann?
  • Über was sollte ich mir noch vor dem Schreiben Gedanken machen?
  • Wie schreibe ich einen Lebenslauf?
  • Woran sollte ich auf jeden Fall denken, bevor ich den Lebenslauf abschicke?

Dinge, die man noch vor dem Schreiben tun sollte

Damit man während dem Schreiben nichts vergisst, ist es ratsam zunächst alle Dokumente, die man sich in seinem bisherigen Lebens erarbeitet hat, zusammenzusuchen und zu strukturieren. Für den Lebenslauf relevante Dokumente sind beispielsweise Schulzeugnisse, Praktikumsbescheinigungen, Bescheinigungen über ausgeübte Ferienjobs oder Arbeitszeugnisse. Auch Bescheinigungen und Zertifikate über Weiterbildungen oder Sprachkenntnisse sind je nach Bewerbung sehr interessant und wichtig. Das Zusammenstellen und  Strukturieren dieser Dokumente noch vor dem Schreiben des Lebenslaufs spart zum einen Zeit, da man während des Schreibens nicht in Ordnern wühlen muss, zum anderen beschäftigt man sich noch vor dem Schreiben nochmals intensiv mit der bisherigen persönlichen Laufbahn. Bei der Strukturierung der Dokumente sollte man auch versuchen zu priorisieren, welche Dokumente besonders wichtig für den Bewerbungserfolg sein könnten und welche vielleicht eher wenig über die eigenen Kompetenzen aussagen.

Vorlage / Muster: Bewerbungsvorlage 2017

Vorlage / Muster: Bewerbungsvorlage 2017

Einige Gedanken vor dem Schreiben

Nach dem nun alle interessanten Dokumente vorhanden und sturkturiert sind, ist es ratsam sich darüber Gedanken zu machen, wie man sich selbst und seine Fähigkeiten in seinem Lebenslauf darstellen möchte und möglicherweise sollte. Gerade bei der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sollten die Inhalte des Lebenslaufs zur entsprechenden Vakanz passen und auf diese abgestimmt sein. Dafür ist es hilfreich, sich zunächst klarzumachen, nach welchem Bewerberprofil ein Unternehmen sucht. Dieses lässt sich beispielsweise aus der Stellenanzeige ableiten. Eine Recherche im Internet kann dabei ebenfalls aufschlussreich sein, denn möglicherweise finden sich dort Informationen zu den Eigenschaften und Kenntnissen, die ein Bewerber in einem bestimmten Beruf oder für einen Ausbildungsplatz mitbringen sollte. Auch ein Besuch der Unternehmenswebseite ist kein Fehler: Dort kann man sich als Bewerber ein Bild davon machen, wie sich ein Unternehmen selbst sieht und das eigene Profil am Profil des Unternehmens ausrichten. Folgende Seiten der Webpräsenz eines Unternehmens können dabei besonders interessant sein:

  • „Über uns“
  • Unternehmensphilosophie
  • Unternehmensgeschichte

Auch der Slogan eines Unternehmens drückt oft aus, auf was ein Unternehmen Wert legt.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf?

Die heut zu Tage gebräuchlichste Form des Lebenslaufs ist der tabellarische Lebenslauf. Charakteristisch für diese Art des Lebenslaufs ist der, wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, tabellarische Aufbau (für eine bessere Veranschaulichung lohnt sich möglicherweise ein Blick auf die bereitgestellten Lebenslauf-Vorlagen). Im Grunde handelt es sich beim tabellarischen Lebenslauf um eine zweispaltige Tabelle: In der linken Spalte wird der Zeitraum, in welchem man eine Tätigkeit ausgeübt hat, eingetragen. In der rechten Spalte wird die Art der Tätigkeit selbst eingetragen. Die Tätigkeiten werden unter Rubriken zusammengefasst. Beispielsweise finden sich unter der Rubrik „Berufserfahrung“ alle bisherigen Stationen des Berufslebens. Analog dazu finden sich unter der Rubrik „Schulausbildung“ alle Stationen, die man während seiner schulischen Laufbahn durchlaufen hat. Während es bei Schülern aufgrund ihres in der Regel recht kurzen Lebensaufs noch in Ordnung ist, die Grundschule aufzuführen, sollte man nach dem Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums eher darauf verzichten, die Grundschulzeit im Lebenslauf anzuführen. Die Tätigkeiten werden dabei chronologisch geordnet. Bei kürzeren Lebensläufen kann diese Ordnung noch chronologisch aufsteigend sein, d.h. die am längsten zurückliegende Tätigkeit steht oben und alle darauffolgenden Tätigkeiten nähern sich der Gegenwart an. Weit verbreitet ist heut zu Tage allerdings der amerikanische Lebenslauf, der sich auch besonders für längere Lebensläufe eignet. Bei diesem werden die Tätigkeiten chronologisch absteigend / rückwärts aufgelistet, d.h. die zuletzt ausgeübte Tätigkeit steht oben. Zu Beginn eines Lebenslaufs sind immer die persönlichen Daten des Bewerbers zu finden. Auch diese werden in der Regel tabellarisch dargestellt.

An was sollte ich denken?

Grundsätzlich sollte die komplette Bewerbung ein einheitliches Layout aufweisen. Für ein einheitliches Erscheinungbild sollten Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf einen einheitlichen Stil besitzen. Weiter sollte man nicht vergessen eine Kopie von Zeugnissen, Zertifikaten und Teilnahmebescheinigungen beizufügen, denn man sollte das, was man im Lebenslauf anführt, auch mit einem entsprechenden Dokument belegen können. Auch sollte man nicht vergessen, den Lebenslauf zu unterschreiben. Auch wenn es mittlerweile keine einheitliche Meinung mehr zu diesem Thema zu geben scheint, kann man wohl eher weniger falsch machen, wenn man den Lebenslauf einfach mit einem Füller unterschreibt.