Hobbys im Lebenslauf

Hobbys im Lebenslauf – Darauf sollte man achten

Unsere Hobbys sind Teil unserer Persönlichkeit, denn sie zeigen sehr deutlich, für was wir uns interessieren und wofür wir eine Leidenschaft entwickelt haben oder wofür wir uns besonders begeistern. Neben den nüchternen Daten und Fakten im Lebenslauf können Hobbys auch positive Eigenschaften des Bewerbers und seiner Persönlichkeit untermauern – aber Vorsicht: auch das Gegenteil könnte unter Umständen der Fall sein. Doch zwei Dinge schon vorweg: Es sollten zum einen unter keinen Umständen Hobbys für den Lebenslauf erfunden werden, denn man muss immer damit rechnen, dass man während eines Bewerbungsgesprächs darauf angesprochen wird – und dann sollte man auch authentisch auf entsprechende Fragen Antworten können. Zum anderen sollten die Hobbys nicht zu viel Platz im Lebenslauf einnehmen, denn sie sind nicht der Kern eines Lebenslaufs, sondern runden diesen gegebenenfalls lediglich ab. Die ausführliche Angabe sämtlicher Hobbys im Lebenslauf sollte also vermieden werden. Wer Zweifel hat, ob sich ein Hobby wirklich für den Lebenslauf eignet, sollte dieses möglicherweise besser nicht erwähnen.

Tipp: So können Sie Ihre Hobbys im Lebenslauf darstellen: Moderner Lebenslauf
Vorlage / Muster: Bewerbungsvorlage 2017

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Wie die Hobbys im Lebenslauf das Bewerberprofil abrunden können

Teamfähigkeit, soziale Kompetenzen, Anwendung von Fachkenntnissen in der Freizeit und Verantwortungsbewusstsein – diese vier Punkte stehen nur beispielhaft für weitere Kompetenzen, die man dem Personaler durch die Angabe von Hobbys im Lebenslauf neben den nüchternen fachlichen Fähigkeiten vermitteln kann. Neben den fachlichen Skills eines Bewerbers erfährt der Personaler durch die Hobbys mehr über die Persönlichkeit der Person und in der Folge entsteht damit letztendlich ein abgerundeteres Bewerberprofil.

Von der Theorie in die Praxis – Konkrete Beispiele für Hobbys im Lebenslauf

Grundsätzlich sollte man sich genau überlegen, ob und, wenn ja, welche seiner Hobbys man im Lebenslauf angibt. Freizeitbeschäftigungen wie Kochen, Joggen, Ausübung von Sportarten und Reisen werden häufig im Lebenslauf angeführt, sind eher unkritisch aber auch nichts Besonderes. Im schlimmsten Fall sind diese für den Personaler eher langweilig, weil diese Hobbys eben sehr häufig im Lebenslauf von Bewerbern zu finden sind. Doch was können die genannten Hobbys über einen Bewerber aussagen? Hier ein paar Hintergrundinfos zu den genannten Beispielen:

  • Kochen: Kochen steht häufig für Kreativität, wenn gemeinsam mit anderen Menschen gekocht wird, dann kann dieses Hobby darüber hinaus noch für Geselligkeit und soziale Kompetenzen stehen.
  • Joggen: Mit dem Hobby Joggen kann man sein Bewusstsein für die eigene Gesundheit zum Ausdruck bringen, denn letztendlich freut sich kein Arbeitgeber darüber, wenn die Mitarbeiter häufig krank sind.
  • Mannschaftssportarten: Mannschaftssportarten wie Fussball oder Basketball stehen in der Regel für Teamgeist, verbunden mit Ehrgeiz – darüber hinaus aber auch für soziales Engagement in Vereinen.

Alles in allem können diese Hobbys also das Bewerberprofil abrunden, sind aber eigentlich nichts Besonderes. Die Ausübung von Ehrenämtern hingegen kann unter Umständen etwas spannender für den Personaler sein, da diese sowohl soziale, als auch fachliche Kompetenz untermauern können. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Organisatorisches Talent (Projektmanagement)
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Je nach Ehrenamt möglicherweise auch gewisse Führungsqualitäten (bspw. Koordiniation von Teammitgliedern)
  • Soziale Kompetenz
  • Aktivität und der Wille etwas zu bewegen / zu verbessern
  • Je nach Aufgabe (bspw. Pflege der Organisations-Webseite, Kassenwart in einem Verein, Planung von Veranstaltungen, Beschaffung von Spenden) kann auch die fachliche Kompetenz verdeutlicht werden

Was man im Bezug auf Hobbys vermeiden sollte

Wie eingangs knapp erwähnt, gibt es sowohl Dinge im Bezug auf Hobbys als auch Hobbys selbst, die man im Lebenslauf möglichst vermeiden sollte. Dazu zunächst wieder einige grundsätzliche Gedanken. Ein Arbeitgeber ist in aller Regel stehts darauf bedacht, dass er leistungsfähige und aktive Mitarbeiter beschäftigt, die für ihren Job die nötigen zeitlichen Ressourcen bereithalten. Gibt man also sehr zeitintensive Freizeitaktivitäten oder Hobbys, welche einen Menschen körperlich und geistig stark beanspruchen können, im Lebenslauf an, so kann der Personaler dies auch als Anzeichen dafür auffassen, dass der Bewerber als Mitarbeiter möglicherweise häufig ausgelaugt oder gesundheitlich beeinträchtigt sein wird. Auch passive Tätigkeiten wie Fernseh schauen, Computer spielen oder ins Kino gehen können möglicherweise die falschen Signale an den Personalverantwortlichen senden. Nun ein paar Beispiele von Hobbys, bei denen man sich sehr genau überlegen sollte, ob man diese im Lebenslauf aufführt:

  • Extremsportarten / Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko: Hier könnte der Personalverantwortliche den Eindruck gewinnen, dass der Bewerber aufgrund von Verletzungen häufig ausfallen wird, oder durch sein Hobby gar bleibende Schäden davonträgt.
  • Sehr zeitintensive Hobbys, welche den Bewerber potentiell zusätzlich belasten können und ihn möglicherweise zeitlich sehr unflexibel machen.

Auch wenn man in der Freizeit einer Vielzahl von Hobbys nachgehen sollte, sollte man nicht alle davon im Lebenslauf aufführen. Auch hier gilt: Nur die wichtigsten und für ein Stellenangebot relevantesten Punkte sollten im Lebenslauf aufgeführt werden. Im Bezug auf Hobbys könnten das diejenigen sein, mit denen man die für die angestrebte Stelle erforderlichen Anforderungen zusätzlich unterstreichen kann. Auch diejenigen Hobbys, mit denen man Erfolge verbuchen konnte (bspw. Deutscher Meister in einer Sportart, Ehrung für soziales Engagement) könnten für den Lebenslauf einer Bewerbung geeignet sein.