Curriculum Vitae (CV)

Was sich hinter dem Begriff „Curriculum Vitae (CV)“ verbirgt

Vielleicht wurden auch Sie im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens bereits einmal aufgefordert, ein Dokument mit der Bezeichnung Curriculum Vitae einzureichen. Das mag zunächst möglicherweise etwas verwirrend klingen. Doch hinter der fremdartigen Bezeichnung, die gerne auch mit CV abgekürzt wird, verbirgt sich grundsätzlich nichts anderes als ein Lebenslauf. Dieser sollte einer jeden Bewerbungsmappe beiliegen und kann je nach beruflichem Umfeld und den in diesem Umfeld üblichen Gegebenheiten auch besondere Überlegungen bei der Erstellung erfordern.

Vorlage / Muster: Bewerbungsvorlage 2017

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Neben dem Deckblatt, dem Anschreiben sowie den Zeugnissen, Referenzen und sonstigen Anlagen kommt dem Curriculum Vitae somit eine wichtige Bedeutung zu, wenn Sie einen Arbeitgeber von Ihrer Person überzeugen möchten. Bereits der formelle Aufbau und Inhalt dieses Dokuments kann einige Unterschiede zum herkömmlichen Lebenslauf in tabellarischer Form aufweisen. Weist der übliche Lebenslauf entweder keine Überschrift oder die Überschrift „Lebenslauf“ auf, so wird gerade in den akademischen Bereichen häufiger das lateinische Pendant „Curriculum Vitae“ als Bezeichnung dieses Dokuments gewählt. Nicht empfehlenswert ist es dagegen, das Kürzel „CV“ bei der Bewerbung auf eine akademische Stelle zu verwenden.

Beim Verfassen eines englischen Lebenslaufes hingegen, welcher ebenfalls häufig als Curriculum Vitae bezeichnet wird, findet die Kurzform „CV“ gerade im Bereich der kreativeren Berufe wiederum häufiger Verwendung. Es sind gerade diese kleinen Details, die zuweilen über die Vergabe eines freien Postens entscheiden können; ebenso wie die Porträtaufnahme, die dem Lebenslauf bei einer Bewerbung in Deutschland üblicherweise etwa in der Größe eines Passfotos anhängen sollte. Auch dabei ist professionelle Qualität alternativlos – aber diese Investition für ein professionelles Lebenslauf-Foto sollte jeder Bewerber in Betracht ziehen, da dieses zu einem gelungenen ersten Eindruck bei den Personalverantwortlichen beitragen kann.

Der Aufbau des Curriculum Vitae (CV)

Unter der Überschrift „Curriculum Vitae“ werden in aller Regel zunächst Ihre persönlichen Daten wie Vor- und Zuname, Anschrift, Kontaktmöglichkeiten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) sowie Geburtsdatum platziert. Die zusätzliche Angabe der Namen der Eltern und deren Beruf ist heut zu Tage allerdings nicht mehr üblich. In einem weiteren Schritt des CV führen Sie in einem neuen Block Ihren beruflichen Werdegang an, welchem der Leser Ihres Curriculum Vitae Ihre Berufserfahrung und die gegebenenfalls erreichten Beförderungen entnehmen kann.

Erwähnenswert sind üblicherweise in einem eigens dafür vorgesehenen Block auch tätigkeitsrelevante Praktika. Der zuletzt genannte Block kann dann beispielsweise direkt nach dem Block bezüglich schulischem und akademischen Werdegang platziert werden. Idealerweise wird zudem jedes der aufgeführten Unternehmen kurz mit einer Beschreibung und einem Internetlink auf die Firmenwebseite versehen. Der Leser des Curriculum Vitae kann auf diese Weise schnell nachvollziehen, für welche Unternehmen Sie tätig waren und welchen Branchen diese zuzuordnen sind.

Anschließend folgt der schulische und gegebenenfalls universitäre beziehungsweise akademische Werdegang: Welche Lehreinrichtungen haben Sie in welchen Jahren besucht? Welche Abschlüsse und Qualifikationen konnten Sie erwerben? In diesem Zusammenhang sollten auch etwaige Weiterbildungen und sonstige Qualifikationen nicht vergessen werden, welche in einem weiteren Block innerhalb Ihres CVs genannt werden können. Doch Achtung, es mag sinnvoll erscheinen, jede noch so unbedeutende Maßnahme aufzuzählen. Präsentieren Sie idealerweise aber ausschließlich solche, die mit dem angestrebten Arbeitsplatz und dessen Tätigkeitsbereich in Verbindung stehen.

Das Curriculum Vitae wird dann anschließend um zusätzliche persönliche Kompetenzen erweitert: Welche Sprachen haben Sie erlernt, welche Fahrerlaubnisklassen besitzen Sie, liegen Fähigkeiten im Umgang mit Computern und anderen Geräten oder Maschinen vor? Abschließend erfolgt speziell im akademischen und auch journalistischen Bereich ein Block, in welchem die bisherigen Publikationen eines Bewerbers angeführt werden. Vollenden Sie Ihren CV nach dem letzten Block mit Nennung des Ortes, des Datums sowie der Unterschrift.

Vorlage / Muster: Bewerbung 2018

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Form und Umfang des Curriculum Vitae

Üblicherweise wird das Curriculum Vitae in der tabellarischen Form auf einem Computer verfasst. Nutzen Sie diese Option, solange nicht ausdrücklich ein Fließtext oder sogar ein handschriftlicher Lebenslauf gefordert ist. Die Länge des CV sollte Ihrem privaten und beruflichen Werdegang angepasst sein, doch zwei gefüllte Din-A4-Seiten nicht überschreiten. Halten Sie sich notfalls bei den Hobbys und Ihren sonstigen Aktivitäten etwas kürzer, sparen Sie dagegen nicht bei den im Arbeitsumfeld erworbenen Qualifikationen. Wichtig ist zudem der Umgang mit Lücken, Brüchen oder weniger positiven Entwicklungen in Ihrem Werdegang: Reißen Sie diese wenn nötig kurz an, ohne schonungslos die ganze Wahrheit zu präsentieren. Der Personalchef ist zunächst lediglich an einem zusammenhängenden CV interessiert – weitere Nachfragen werden dann gegebenenfalls in einem Vorstellungsgespräch erörtert.

Wichtig ist es dennoch, nicht bewusst die tatsächlichen Gegebenheiten grob zu verfälschen. Lügen in einem Curriculum Vitae bergen immer ein Risiko! Sollte Ihr CV aufgrund häufiger Wechsel der Arbeitgeber oder sogar der Berufe keinen stringenten Werdegang abbilden, so ist auch das kein Grund für Unwahrheiten. Unterstreichen Sie damit stattdessen Ihre Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen. Je vorteilhafter Sie auch kleinere Mängel darstellen können, umso eher wird das Interesse erfahrungsgemäß an Ihnen wachsen.

Lassen Sie sich daher nicht von der Bezeichnung „Curriculum Vitae“ verunsichern, denn letztendlich verbirgt sich hinter diesem Begriff nichts anderes, als ein Lebenslauf, dessen Form und Inhalt gegebenenfalls an der einen oder anderen Stelle etwas angepasst werden sollte.