Aussagekräftige Bewerbung: Das macht sie aus

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Eine aussagekräftige Bewerbung – das wünschen sich viele Arbeitgeber von ihren Bewerbern ganz explizit. Ob offen gefordert oder nicht: Als Bewerber sollte es immer Ihr Ziel sein, dem interessierten Unternehmen alle wichtigen Informationen zukommen zu lassen. Was eine aussagekräftige Bewerbung ausmacht und worauf es bei Ihrer eigenen Bewerbung ankommt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Aussagekräftige Bewerbung

Was ist mit einer aussagekräftigen Bewerbung gemeint?

Stellen Sie sich vor, Sie sind Personaler. Sie wünschen sich Bewerbungen, die alle wichtigen Informationen enthalten. Die all Ihre Fragen beantworten. Die zeigen, dass der Kandidat eine gute Wahl für die freie Stelle ist. Was Sie stattdessen häufig auf den Tisch liegen bekommen: Bewerbungen, die nicht informativ genug sind oder die unnötig viele Informationen enthalten. Nach deren Lektüre Sie immer noch Fragen haben oder wo schlicht wichtige Unterlagen fehlen.

Das ist keine gute Grundlage, um sich fundiert für oder gegen einen Kandidaten zu entscheiden. Und genau deshalb findet sich in vielen Stellenanzeigen ein Satz wie dieser: „Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung an XY“.

Was mit einer aussagekräftigen Bewerbung gemeint ist, ist für Bewerber jedoch oft nicht ganz klar. Das liegt auch an der Wortwahl – was „aussagekräftig“ ist, liegt letztlich im Auge des Betrachters. Dennoch gibt es allgemeingültige Anhaltspunkte, was gemeint sein könnte.

Ohne aussagekräftige Bewerbung haben Sie schlechte Chancen

Eine aussagekräftige Bewerbung ist einerseits eine Bewerbung, die speziell für einen bestimmten Arbeitgeber geschrieben und zusammengestellt wurde. Dass es sich um ein Unikat handelt, merkt man sowohl dem Anschreiben als auch dem Lebenslauf deutlich an. Beide Dokumente sind zugeschnitten auf die Voraussetzungen und Wünsche eines bestimmten Unternehmens. Und auch die in der Bewerbung enthaltenen Nachweise sind speziell für die angestrebte Stelle relevant.

Andererseits sollte eine Bewerbung alle wichtigen Unterlagen enthalten, um die gewünschte Aussagekraft für den Personalverantwortlichen zu haben. Fehlt ein wichtiges Dokument, fehlen damit Informationen, die für die Personalentscheidung eine Rolle spielen.

Zwar fordern viele Unternehmen ganz explizit von Bewerbern, dass sie aussagekräftige Bewerbungen verschicken sollen. Doch auch dann, wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie als Bewerber stets bemüht sein, Ihren Unterlagen eine möglichst große Aussagekraft zu verleihen. Nur eine aussagekräftige Bewerbung kann dafür sorgen, dass Sie in die engere Auswahl genommen werden. Andernfalls landet Ihre Bewerbung womöglich direkt auf dem Absagenstapel.

Aussagekräftige Bewerbung: Diese Aspekte sind besonders wichtig

Nur, wenn ein möglicher Arbeitgeber Ihrer Bewerbung alles entnehmen kann, was ihn interessiert, haben Sie prinzipiell gute Chancen auf eine positive Rückmeldung. Aber was ist dafür nötig? Wir verraten es Ihnen.

Um eine aussagekräftige Bewerbung zu verfassen, stellen Sie sicher, dass Ihre Bewerbungsunterlagen alle gewünschten Informationen enthalten. Welche das sind, geht einerseits aus der Stellenanzeige hervor. Indem Sie bestimmte Aspekte betonen, die darin genannt wurden, zeigen Sie, dass Sie die Ausschreibung aufmerksam gelesen haben – und natürlich, dass Sie mitbringen, was gefordert wird. Andererseits sollten Sie sich auch abseits der Stellenanzeige selbst überlegen, was für das Unternehmen mutmaßlich besonders wichtig ist. Diese Dinge rücken Sie in Ihrer Bewerbung in den Vordergrund.

Warum eine kürzere Bewerbung oft besser ist

Schicken Sie unbedingt alle Unterlagen mit, die für einen bestimmten Arbeitgeber interessant sind. Aber auch nicht mehr als das: Füllstoff in Form von wenig relevanten Unterlagen ist kein Pluspunkt, sondern etwas, das Ihnen negativ ausgelegt werden kann. Eine kürzere Bewerbung ist nicht schlechter, sondern vielmehr oft besser als eine lange Bewerbung.

Damit nehmen Sie dem Personaler Arbeit ab, weil er weniger Unterlagen zu sichten hat. Außerdem rücken Sie den Fokus so ganz automatisch auf das, was wirklich entscheidend ist. Verlangt der Arbeitgeber die Angabe einer Gehaltsvorstellung und von einem frühestmöglichen Eintrittstermin, sollten Sie diese Informationen in Ihr Anschreiben aufnehmen.

Auch inhaltlich gilt: Kürzer ist oft besser. Kommen Sie schnell zum Punkt. Vermeiden Sie es, leere Phrasen und Floskeln zu verwenden, die keine Aussagekraft haben. Redundante Formulierungen wie „Hiermit bewerbe ich mich“ oder „Mit Freude habe ich gesehen, dass“ reißen niemanden vom Hocker. Wollen Sie auf eine bestimmte, häufig anzutreffende Formulierung nicht verzichten, lohnt es sich, diese individuell anders zu formulieren.

Jede Bewerbung, die Sie verschicken, sollte individuell und maßgeschneidert sein. Nicht nur das Anschreiben, sondern auch der Lebenslauf sollte für jedes Unternehmen geändert worden sein, um ihn optimal auf dieses zuzuschneiden. Beschreiben Sie Ihre bisherigen Stationen informativ, aber kurz. Stichpunkte, die zum Beispiel bisherige Tätigkeiten beschreiben, sind gut geeignet. Orientieren Sie sich bei der Auswahl immer an der angestrebten Stelle und fragen Sie sich, was den Personaler wohl am meisten anspricht.

Diese Fragen sollten Sie in Ihrer Bewerbung beantworten

Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbungsunterlagen in jeder Hinsicht überzeugend verfasst sind. Das Anschreiben sollte glaubhaft und nachvollziehbar darlegen, warum Sie die oder der Richtige für den Job sind. Nutzen Sie viele Beispiele und schreiben Sie möglichst lebendig. Ihr Text sollte einfach zu lesen sein. Kurze Sätze, Aktiv statt Passiv, keine (zu) umständlichen Konstruktionen: Das sorgt für einen Text, den der Personalverantwortliche schnell erfassen kann.

Erklären Sie, was Sie zu bieten haben. Anders ausgedrückt: Was hat der Arbeitgeber davon, Sie einzustellen? Warum sollte man Sie zum Bewerbungsgespräch einladen? Begründen Sie unbedingt, warum Sie bei diesem Arbeitgeber einsteigen möchten und was Sie am konkreten Jobangebot reizt.

Eine aussagekräftige Bewerbung wird von einem gedanklichen roten Faden durchzogen. Form und Inhalt sind harmonisch und enthalten keine Widersprüche. Das bedeutet, dass sich einzelne Informationen oder Angaben nicht widersprechen sollten. Ein harmonisches Gesamtbild wird von einem dezenten, einheitlichen Design unterstützt.

Ihre Unterlagen sollten fehlerfrei, ansprechend gestaltet und überzeugend formuliert sein. Das macht Sie nicht nur zu einem Top-Kandidaten für die Stelle, sondern lässt auch positive Rückschlüsse auf Ihre Arbeitseinstellung zu.